Als fürsorgliche Mama gibt es zwei Anliegen in meinem Leben: Dass meine Kinder gedeihen und sich prächtig entwickeln und dass ich keinen Schaden anrichte mit dem was ich Erziehung oder Wertevermittlung nenne.
Selbst ehemalige Waldorfschülerin, antroposopisch angehaucht umgeben von gscheiten und nicht so gescheiten Leuten, beschäftige auch ich mich mit dem Thema Medien.
Welche Medien? , wieviel Medien, keine Medien – DETOX Medien …..die Liste ist lang, das Anbegot erschreckend.
Nun ist mein älterer Sohn bald 4 Jahre alt und auch ihm entgeht seiner Kenntnis nicht, dass in unserem Haus auch technische Geräte leben und wir sie auch nutzen. So entging ihm vor gar nicht all zu langer Zeit auch nicht, dass diese witzige kleine Filmchen abspielen können.
Mei Oma und auch viele andere Großeltern sind weise und hatten schon immer den Spruch dabei: es geht ums gsunde Mittelmaß ! ; recht hat sie .
Ich könnte nun mein Leben oder großteils damit verbringen mein Kind von der Anwesenheit unserer technischen Geräte und deren Aussendungen abzulenken, – in die Richtung -> nein wir haben so etwas nicht und nein wir verwenden das auch nicht.
Oder aber, -Hier ein Schwenk aus meinen Erfahrungs- und Wissensschätzen:
Es gibt die Kategorie Eltern/Großeltern die ihre Kinder vor dem Fernseher parken ( ohne Kurzparkschein) und dort auch für längere Zeit nicht abholen. Weil praktisch und egal was sie schaun , die Sender werden schon wissen was sie da ausstrahlen?!? hmmmmm…..
Und dann gibt es die Superökos, die „wir bauen ein Holzbühne und spielen ein Theaterstück“ – pädagogisch sehr wertvoll und natürlich auch sehr ressourcenraubend.
Und dann gibt es die Erfahrung mit meinem Sohn- das gesunde Mittelmaß ? sei dahingestellt oder könnt ihr entscheiden-jedoch fühlt es sich für mich angenehm und wertemäßig vertretbar an:)
Mein Sohn schnappt sich das I Pad, dreht das Internet auf und sieht mich mit seinen großen kulleraugen an und fragt zögerlich : „hören?“
Meine Herangehensweise: Blick aus dem Fenster- wie ist das Wetter? Hat er gegessen, Klo etc…? Möchte er schaun weil ihn etwas interessiert oder aus Langeweile? und macht es auch für mich Sinn ( kurze Erholung, Kochen in Ruhe, 3 Sonnengebete mit mir alleine).
Dann wählen wir gemeinsam etwas aus: leichte, kindergemäße Kost vielleicht auch auf Englisch. Die Zeit ist bemessen: 15min – 45 min und es wird ausgemacht, dass wir danach hinausgehen oder etwas bauen oder er mit beim Kochen hilft. Zwischendurch gehe ich zu ihm, nehme Kontakt mit ihm auf und horche nach ob er auch wirklich versteht- was er da guckt! Manchmal möchte er auch dass ich mit ihm schaue, oder nach 5 min sagt er Mama ! das gefällt mir nicht.
Nach dem „Hören“ oder „Schauen“ legt er von selbst das Gerät weg und wir starten unsere nächste Aktion. Kein Geschreie, keine Diskussionen.
Ich möchte hier nicht angeben, sondern nur darstellen – wenn wir die Verbindung zu den Kindern behalten, Klarheit behalten in dem was wir tun ( Absicht, Werte, etc..) die Kinder mitentscheiden lassen und sie nicht total bevormunden sondern begleiten- kann Kooperation und ein Miteinander entstehen, welches so denk ich für Beide Seiten passen kann.